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Freunde des Fasanenplatzes - FdF.

Der Verein setzt sich zum Ziel den Fasanenplatz in Berlin-Wilmersdorf mit hoher Aufent-haltsqualität und städtebaulichem Niveau umzugestalten, den Platz zu pflegen und in diesem Zustand zu erhalten

Aus einer brachliegenden, ehemaligen Verkehrsfläche wird ein Kleinod !
 

Der kleine Platz, im Grunde ein städtebauliches Kleinod, verkam zu einer ungepflegten Restfläche. Vor dem Hintergrund der Geschichte dieses Platzes, der bereits 1870 von Johann Carstenn im Rahmen eines groß angelegten innerstädtischen Ensembles (siehe unter Geschichte des Platzes II unten) von Straßen, Plätzen und repräsentativen Bauten (die sog. "Carstenn-Figur") entstand, strebt die Bürger-Initiative, mithilfe des Grünflächenamtes, eine Aufwertung und verschönernde Gestaltung des Platzes an.

 

 

 

Aktuelles

Unsere Aktivitäten

Bezirks-und Grünflächenamt

Foto: links (in der blauen Jacke) Oliver Schruoffenegger, Bezirksstadtrat für Grünflächen, rechts daneben Jochen Flenker, Leiter FB Grünflächen, Bez.-Amt Chbg.-Wilm. von Berlin

 

Das Bezirks- und Grünflächenamt unterstützt die Aktivitaten des Vereins tatkräftig. Obwohl die Fläche noch zum Bereich des Tiefbauamtes gehört (ehem. Straßenland !) hilft das Grünflächenamt wo es kann. Nicht nur mit Geld, auch mit Pflanzenspenden, Bodenanlieferung, Arbeitskräften bei Pflanzaktionen, wie auch bei allg. organisatorischen Fragen

handwerkliche Arbeiten betreffend z.B..

 

 

(aus der Broschüre „Buntes Treiben in Berlin“, 2026, Hrsg. Bez.-Amt Chbg.-Wilm.):

 

"Der Verlust der biologischen Vielfalt schreitet weltweit drastisch voran. Vor diesem Hintergrund sowie auch an-gesichts der fortschreitenden Klimaveränderungen gewinnt die ökologische Grünflächenpflege zu-nehmend an Bedeutung. Denn bio-diversitätsfördernd gepflegt, verfügen öffentliche Grünflächen über ein enormes Potential, um den Reichtum der Tier- und Pflanzenwelt zu fördern sowie die Folgen des Klimawandels ab-zufedern.

 

Der Fachbereich Grünflächen in Charlottenburg-Wilmersdorf hat sich daher die Förderung der Biodiversität und die Erhöhung der Klimaresilienz zum erklärten Ziel gesetzt. Zahlreiche Maßnahmen wurden in den vergangenen Jahren bereits erfolgreich umgesetzt, weitere werden folgen." 

Oliver Schruoffenegger, Bezirksstadtrat für Ordnung, Umwelt, Straßen- und Grünflächen in Charlottenburg-Wilmersdorf.

 

 

 

Foto: links der "Versteigerer" Klaus Gerrit Friese, Galerie Friese, mit dem Bild Sahand Zamadi vom Rum Trader, vorne K.Kampmann

Die Initiative den an sich kaum als "Stadt-Platz" wahrgenommenen Ort endlich einer Gestaltung zuzuführen begann mit einem Aufruf im Juli und einer ersten Spendenveranstaltung 'art and food' im Juli 2023. Für die gärtnerische Planung konnte das Büro Christian Meyer gewonnen werden (viele kennen deren liebevolle Gestaltung und Pflege des kleinen Dreiecks am Olivaer Platz/ Ku'Damm), und das Grünflächenamt begrüßte und unterstützt das Vorhaben in ungewöhnlich konstruktiver und groß- zügiger Weise, wir rannten sozusagen "offene Türen" ein. Viele Nachbarn und Geschäfte aus der Umgebung engagieren sich seither großzügig mit Sach- und Geldspenden (siehe Liste weiter unten).

Vereinsgründung am 30. Juli 2025
(14 Gründungsmitglieder)

Die Aktivitäten umfassen:
Planung des Platzes

Herstellung und Durchführung des Baus der Hochbeete

Bepflanzungen der Hochbeete und Teile der Fläche

Veranlassung und Begleitung der 
Restaurierung der Brunnenstele (Künstler: Prof. Rolf Lieberknecht)

Spendenaktionen wie "White Diner", gemeinsames Singen, Kunst- versteigerungen

Anwerben von Sachspenden und Equipment für Veranstaltungen bei den umgebenden Geschäften und Restaurationen (Culaccino, Rum Trader, Tillmann), den Berliner Festspielen und Privatpersonen.

Veranlassung der Restaurierung der Sitzbänke, zus. Ausstattung (angestrebt sind schönere, metallene Mülleimer).

Regelmäßiges Wässern und Reinigen der Flächen.

Gärtnerische Pflege wie Neupflanzungen, Beschnitt, Neu-Aussaaten, sowie Probepflanzungen.

 

 

 

 

in Bearbeitung /geplant:


Zwei neue Hochbeete aus Corten-Stahl inkl. der Erde und Bepflanzung sollen im August in weiteren Bereichen aufgestellt werden.

Ausstattung mit metallenen Mülleimern statt der orangenen (hier muss noch weiter Überzeugungsarbeit bei der BSR geleistet werden).

Ein neues Hinweisschild mit der neuen Spendenkontonummer wird zwischen dem Feuermelder und der Brunnenstele angebracht.

erledigt (im Frühjahr 2026)


Die Brunnenstele wurde mit Maigrün / Lonicera nitida eingefasst.

Die beiden Elektrokästen wurden in den Farben der Bänke lackiert (Graffiti-Abdeckung).

Zwei Sitzbänke vor dem Böhm-Haus wurden zur Restaurierung abgeholt.

Der alte Feuer-Melder wurde gereinigt.

Demontierte Latten an Bänken wurden wieder angebracht.

Die Beete um die zwei Holunderbüsche herum wurden mit Mulch versehen.

Mithilfe einer Gruppe aus einer Partnerstadt Charlottenburgs aus Kamerun wurden zwei Beete um die Holunderbüsche angelegt. Am Gehweg mit Immergrüner Segge / carrex morrwii. Als blühende Elemente für die spätere Jahreshälfte sind dazwischen Waldastern / Aster divicatus gesetzt.

Der zweite Holunder in der Mitte des Platzes wird von Pachysander / Pachysandra terminalis und Kleinem Immergrün / Vinca Major gerahmt.
 

Geschichte des Platzes I

Als Berlin im Zuge der Gründung des Deutschen Reiches 1870 zur deutschen Hauptstadt wurde, begann eine stürmische Entwicklung der Stadt, die sich einmal als pure Bauwut äußerte, die durch einen enormen Bevölkerungszuwachs hervorgerufen wurde (1870 bis 1920 wuchs die Stadt von achthunderttausend auf 3,7 Millionen Einwohner). Dabei entwick-elte sich - teilweise geplant, teilweise durchaus wild - der sogenannte „Wilhelminische Großstadtgürtel“ der sich als breiter Ring um die alte Stadt Berlin legte - die berühmt-berüchtigte größte Mietskasernenstadt der Welt.

Wo sind wir ? Wir befinden uns in einem solchen Gründerzeitviertel im Westen der Stadt, Charlottenburg-Wilmersdorf – nicht weit südlich des prominenten Boulevards Kurfürsten-damm. Hier gibt es einen guten Bestand an schmucken Häusern aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert. Fasanenstraße, Fasanenplatz, das klingt sehr freundlich (Vogelnamen klingen generell sympathisch), die Gegend entwickelte sich zu einem bevorzugten Wohnort, wovon nicht zuletzt die vielen berühmten Künstler kündeten, die hier wohnten. (u.a. Bertold Brecht, Gerhart Hauptmann, Herwarth Walden, Else Lasker-Schüler, Heinrich Mann, Mascha Kaléko). So findet man hier in der Fasanenstraße und weiterer Umgebung diese Häuser mit sehr großen Wohnungen, hohen Decken, Parkettböden und aufwendiger Innenausstattung. 

Geschichte des Platzes II

Witzigerweise sieht man das den Häusern heute von aussen meist nicht an. Das Eckhaus an der Meyerotto-straße mit den zwei Erkern zeigt noch die alte Stuckverkleidung, das Haus gegenüber an der Ecke ist aussen Stuck-befreit (das wollte man so in der Moderne, aber auch nach dem Krieg wollte man den Stuck nicht wieder herstellen), innen hat es dahingegen opulente Vertäfelungen, Stuckdecken und manchmal sogar Deckengemälde mit Blattgold-Applikationen. 

Die für Berlin typische Bauart dabei   ist die, dass man zur Straße das Vorderhaus mit den großen Wohn-ungen findet, in den Höfen gibt es   eine weitere dichte Bebauung mit 5 Geschoßen, dort liegen kleinere Wohnungen für weniger betuchte Mieter, ein wichtiger Grund für die typische soziale Mischung dieser Altbau-Quartiere. Die Hofwohnungen erhalten z.T. kaum jemals direktes Sonnenlicht, und bis auf einen obligatorischen Baum im Hof, gab es sonst eher wenig grün.

Allerdings war es den Bauherren oder Bauträgern oft wichtig in der Nähe der neu erbauten Häuser eine grüne Fläche, einen Platz, einen Schmuck-platz oder auch Park anzulegen. Damit wurde aktiv um Mieter geworben. Von dieser Art Schmuck-Plätzen gab es zur besten Zeit um die 130 in Berlin. (Mierendorffplatz, Brix-Platz, Ludwig-Kirch-Platz, Viktoria-Luise-Platz usw.) - heute öfter durch den erst seit ca. 20 Jahren existierenden 

Geschichte des Platzes III

Gartendenkmalschutz restauriert, oder auch völlig neu geschaffen (Olivaer Platz). Charlottenburg konnte sich dabei besonders glücklich schätzen, denn es hatte in dem Garten-architekten Erwin Barth einen Garten-direktor der den Nutzen und das Künstlerische miteinander zu verbinden wusste. (1912 bis 1926, von da an bis 1929 Gartendirektor von „Groß-Berlin“).

Der Fasanenplatz nun war allerdings kein solcher Schmuckplatz gewesen, denn früher fuhr hier die Straßenbahn quer rüber (auf dem alten Foto gut zu erkennen), es gab ein Pissoir, eine Litfaßsäule, Schienen, Grüninseln, flache Gitter (früher betrat man die Grünflächen nicht !). Die Tram wurde in den sechziger Jahren in West-Berlin abgeschafft, der Platz wurde umzäunt und geriet in Vergessenheit, es war nur noch „Fläche“, die junge Bäume auf den Bildern wuchsen zu den heute großen Linden heran, aber niemand kümmerte sich, es verkam regelrecht zum „Hundeklo“. Die Brunnenstele, die 1987 errichtet wurde, brachte noch mal etwas Leben hierher, aber auch sie wurde nach und nach vernach-lässigt.
Bis 2023 als die Anwohnerin Karin Kampmann ihre Initiative startete, woraus sich der heutige Zustand entwickelte. Es ist ein "work in progress" ! Wir entwickeln die Gestaltung fortwährend weiter. Spenden sind immer willkommen !

Impressionen

Eine Fotoauswahl von Aktionen, Spendenfesten, Bauphasen, Kunst-Versteigerungen, Besucherbetreuung, u.a.m.

 

Links

links zu unseren Freunden, Spendern, und Nachbarn, die sich alle sehr engagiert für die Ziele des Vereins einsetzen. Eine neue community ist dabei entstanden !

Prominentes findet sich in der Nachbarschaft !

Gottfried Böhm heisst der berühmte Architekt, dessen Eckhaus mit den charakteristischen Erkern den Platz seit 1987 verschönert. Böhm ist der einzige deutsche Achitekt der einen Pritzker-Preis bekommen hat (sowas wie der Nobel-Preis für Architekten). Das Haus sollte schändlicherweise einmal abgerissen werden. Die Proteste der Bewohner und der Öffentlichkeit haben es schließlich gerettet.

Unterstützen Sie uns - den gemeinnützigen Verein "Freunde des Fasanenplatzes e.V." - mit Ihrer Spende, damit 1.000 qm begrünter Schattenplatz mit 20 Linden erhalten bleiben kann.
(Anm.: Bis 300,- € genügt dem Finanzamt der Zahlungsbeleg mit Namen und Adresse. Für höhere Spenden erhalten Sie eine Spendenquittung.)

 

Berliner Sparkasse_ Kontoinhaber: 

Freunde des Fasanenplatzes e.V. 

Nr.:  IBAN: DE31 1005 0000 01916138 78

Betreff: Fasanenplatz

Kontaktieren Sie uns

Wir freuen uns über jede Nachricht, über Anregungen und natürlich - bei Bedarf über Mithilfe bei Aktionen, die unter anderem auch hier angekündigt werden. Selbstverständlich sind Spenden willkommen. 

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